Čičov bei Hořenec: Aufstieg auf den Hořenecký Špičák

Čičov bei Hořenec: Aufstieg auf den Hořenecký Špičák

Von der Straße zwischen Most und Lovosice wirkt der Čičov wie ein Kegel, der aus einer anderen Landschaft hierhergeraten ist. Die Basaltkuppe liegt über dem Dorf Hořenec. Die Einheimischen nennen sie Hořenecký Špičák. Hinauf führt nur ein ausgetretener Pfad, ohne Wanderzeichen, und auf dem Gipfel haben gerade ein paar Menschen Platz. Dafür überblicken Sie von dort das ganze Böhmische Mittelgebirge.

ČIČOV AUF EINEN BLICK
476 m über dem Meer
Basaltkuppe mit unbewaldetem Gipfel
Aufstieg ab Hořenec
rund 700 m, etwa 80 bis 90 Höhenmeter
Ohne Wegmarkierung
ein ausgetretener Pfad führt hinauf
Naturschutzgebiet seit 1951
7,6512 Hektar, Aragonit darf nicht gesammelt werden

Schutzstatus, Fläche und Aufstieg mit der tschechischen Fassung abgeglichen am 25. September 2026. Anfahrt aus Dresden, Bus und Parken am selben Tag ergänzt. Wo Kronenbeträge vorkommen, rechnen wir nach dem Kurs der Tschechischen Nationalbank vom 24. September 2026 um: 1 Euro = 24,40 Kč. Die Euro-Angaben sind gerundet, bezahlt wird in Kronen.

Der Basaltberg Čičov über einem Feld im Böhmischen Mittelgebirge
Foto: Daniela Endrštová

Wie kommt man zum Čičov?

Der Ausgangspunkt ist das Dorf Hořenec westlich des Berges. Vom Ortsrand bis zum Gipfel sind es rund 700 Meter, dabei etwa 80 bis 90 Höhenmeter. Einen ausgewiesenen Parkplatz gibt es nicht, abgestellt wird am Ortsrand. Mit dem Bus fahren Sie mit der Linie 660 bis zur Haltestelle Libčeves, Hořenec, rozc.; von dort sind es knapp 300 Meter bis zum Rand des Schutzgebiets. An der Straße Most–Lovosice unterhalb des Berges sollten Sie nicht halten.

Am besten starten Sie in Hořenec, einem kleinen Ort westlich des Berges. Ein Parkplatzschild werden Sie hier nicht finden: Autos stehen am Ortsrand an der Straße, ein offizieller Parkplatz ist für Hořenec nicht belegt. Prüfen Sie vor Ort, ob Sie niemandem die Zufahrt versperren, und halten Sie nicht an der Straße Most–Lovosice direkt unterhalb des Berges. Der Seitenstreifen ist schmal, und die Fahrzeuge sind schnell unterwegs.

Das Dorf Hořenec unterhalb des Čičov, Ausgangspunkt für den Aufstieg
Foto: Gortyna, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Mit dem Bus fahren Sie mit der Linie 660 bis zur Haltestelle Libčeves, Hořenec, rozc. Die Linie verbindet Most und Lovosice; von der Haltestelle sind es knapp 300 Meter bis zum Rand des Schutzgebiets. Werktags fährt sie dicht, am Wochenende etwa im Zweistundentakt. Die nahe Haltestelle Sinutec wird im regulären Fahrplan nicht bedient; sie liegt an der Švestková dráha. Rechnen Sie den Rückweg vor der Hinfahrt durch, sonst warten Sie am Feldweg.

Mit dem Fahrrad kommen Sie über die Feldwege der Umgebung heran. Eine ausgewiesene Radroute, die bis an den Berg führt, ist uns nicht bekannt; das letzte Stück bleibt in jedem Fall zu Fuß.

Darauf sollten Sie achten: Am Čičov führt kein markierter Wanderweg vorbei. Das Schutzgebiet ist ringsum von Feldern umgeben; der Zugang erfolgt über Feldwege von Hořenec aus. Nach Wanderzeichen und Wegweisern suchen Sie hier vergeblich.

Wie schwer ist der Aufstieg auf den Čičov?

Kurz, aber steil. Der schmale Pfad führt direkt bergauf, der Hang ist unbewaldet und ohne jeden Schatten. Im Sommer gehören Wasser und eine Kopfbedeckung ins Gepäck. Oben auf 476 Metern ist der Gipfel so spitz, dass nur ein paar Menschen gleichzeitig Platz finden.

Der schmale Pfad führt direkt bergauf. Der Hang ist steil und unbewaldet. Sie sehen zwar die ganze Zeit, wohin es geht, stehen aber auch ununterbrochen in der Sonne. Nehmen Sie im Sommer Wasser und eine Kopfbedeckung mit. Schatten gibt es hier nicht.

Der Gipfel ist tatsächlich spitz: Nur ein paar Menschen passen gleichzeitig hinauf. Von oben überblicken Sie das gesamte Böhmische Mittelgebirge. Am Gipfel liegen außerdem kleine ehemalige Abbaustellen für Aragonit.

Für weitere Ziele in der Gegend: Über der Stadt Bílina steht der Phonolithfelsen Bořeň, einen Überblick dazu finden Sie bei den Sehenswürdigkeiten in Bílina. In die benachbarte Bergbaulandschaft blicken Sie von den Aussichtspunkten am Tagebau Bílina.

Warum steht der Čičov unter Naturschutz?

Der Čičov ist seit dem 23. Mai 1951 Naturschutzgebiet. Geschützt sind rund 7,65 Hektar vom Rand der Felder bis zum 476 Meter hohen Gipfel: Steppenpflanzen an den kahlen Hängen und der Fundort von Aragonit. Mineralien dürfen Sie hier nur mit behördlicher Genehmigung sammeln.

Das rund 7,65 Hektar große Gebiet wurde am 23. Mai 1951 zum Naturschutzgebiet erklärt. Die jüngste im amtlichen Register verzeichnete Ausweisung stammt vom 26. Mai 2017. Es reicht vom Rand der umliegenden Felder bis zum 476 Meter hohen Gipfel. An den Hängen wachsen Steppenpflanzen und vereinzelt Sträucher; ansonsten ist der Berg kahl.

Aragonitkristall zwischen Steinen am Hang des Čičov
Foto: Phoenix CZE, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Der Berg ist außerdem ein Fundort für Aragonit. Kleine Kristalle lassen sich in Felsspalten entdecken. Sie dürfen jedoch nicht gesammelt werden, sofern keine Genehmigung der Naturschutzbehörde vorliegt. Hier befinden Sie sich in einem Schutzgebiet.

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Wie kommen Sie aus Dresden zum Čičov?

Vom Dresdner Hauptbahnhof sind es rund 98 Kilometer über die A17 und die tschechische D8, mit dem Auto etwa eineinviertel Stunden. Die Grenze überqueren Sie zwischen Breitenau und Petrovice. Ohne Auto brauchen Sie gut drei Stunden: Bahn bis Lovosice, dann Bus 660 bis Libčeves, Hořenec, rozc.

Hinter Petrovice geht die A17 in die tschechische D8 über. Bei Ústí nad Labem verlassen Sie die Autobahn und fahren über die Straße 13 an Bílina vorbei, das letzte Stück auf der Straße Most–Lovosice. Unsere eigene Routenberechnung vom Hauptbahnhof bis Hořenec kam auf 98 Kilometer und 70 Minuten, ohne Stau und ohne Grenzwartezeit. Das ist knapp eine Viertelstunde mehr als nach Bílina, und dafür bekommen Sie einen Berg, auf dem oben nur eine Handvoll Menschen Platz hat.

Für die tschechischen Autobahnen brauchen Sie eine digitale Vignette. Im offiziellen staatlichen Shop kostet sie für einen Pkw mit normalem Antrieb 230 Kč für einen Tag und 300 Kč für zehn Tage, also rund 9 beziehungsweise 12 Euro. Beim Čičov ist das die einzige Ausgabe des Tages, und wer die Gegend zweimal im Jahr besucht, fährt mit der Zehn-Tage-Vignette besser. Welche Abschnitte mautpflichtig sind, zeigt die Karte auf derselben Seite.

Mit Bahn und Bus geht es über Lovosice. Eine Verbindung an einem Freitagvormittag im Oktober sah in der tschechischen Fahrplanauskunft IDOS so aus: 8:50 Uhr ab Dresden Hbf, 10:05 Uhr an Ústí nad Labem hl. n., 10:17 Uhr weiter, 10:34 Uhr an Lovosice, dann wenige Minuten zu Fuß zum Busbahnhof, 11:05 Uhr mit dem Bus 660, 11:54 Uhr an Libčeves, Hořenec, rozc. Das sind drei Stunden und vier Minuten mit zwei Umstiegen. Am Wochenende fährt der Bus dünner, prüfen Sie Hin- und Rückfahrt für Ihren Termin.

Hier kostet nichts, und Euro nimmt sowieso niemand. Am Čičov gibt es keine Kasse, keine Schranke und keinen Kassenautomaten; Eintritt zahlen Sie nicht. Bargeld brauchen Sie erst auf dem Weg, und dann in Kronen: In keiner Preisliste der Region ist Euro als Zahlungsmittel aufgeführt. Wenn Sie den Ausflug mit einem Stadtbummel in Bílina verbinden, ist das die gute Nachricht des Tages: Die Parkautomaten im Zentrum von Bílina nehmen Karten, kontaktlos und mit Kontakt, die erste halbe Stunde ist gratis und am Wochenende kostet das Parken dort nichts.

Übernachten in der Nähe

In Hořenec selbst gibt es keine Unterkunft. Im nahe gelegenen Třebívlice vermietet der Penzion Johann W in der Masarykova 200 Zimmer mit eigenem Bad, Frühstücksbuffet, Sauna und Fahrradraum; er gehört zum dortigen Schlossweingut. Verfügbarkeit und aktuelle Preise erfragen Sie direkt unter +420 733 532 096.

Häufige Fragen

Wie heißt der Berg bei Hořenec?

Čičov, 476 Meter über dem Meer. Wegen seiner auffällig spitzen Form nennen ihn die Einheimischen Hořenecký Špičák. Er liegt im Böhmischen Mittelgebirge bei Hořenec, unweit von Louny.

Führt ein markierter Weg auf den Čičov?

Nein. Am Čičov gibt es keinen markierten Wanderweg. Der beste Zugang führt von Hořenec über einen ausgetretenen Pfad zum Gipfel.

Kann man am Čičov parken?

Am Ortsrand von Hořenec, ja. Ein ausgewiesener Parkplatz ist dort aber nicht belegt, deshalb gilt: vor Ort schauen und niemandem die Zufahrt zustellen. An der Straße Most–Lovosice unterhalb des Berges können Sie nicht parken, der Seitenstreifen ist schmal und das Anhalten gefährlich.

Darf ich Aragonit vom Čičov mitnehmen?

Nein. Der Čičov ist seit 1951 ein Naturschutzgebiet. Mineralien dürfen Sie nur mit einer Genehmigung der Naturschutzbehörde sammeln.

Kann ich in Euro zahlen, und wird am Čičov Deutsch gesprochen?

Die erste Frage erledigt sich von selbst: Am Berg gibt es niemanden, der Geld nimmt. Unterwegs gilt dann Kronen, Euro führt hier keine Preisliste. Und Deutsch? Hořenec hat ein paar Dutzend Häuser, keine Kasse und kein Infozentrum. Versprechen können wir nichts, verlassen Sie sich also besser auf Wanderkarte und Navigation als auf ein Gespräch. Wenn Sie doch fragen müssen, hilft der Name der Haltestelle auf einem Zettel: Libčeves, Hořenec, rozc.

Schreibt man Čičov oder Číčov?

Das amtliche Naturschutzregister führt den Namen Čičov mit kurzem i. Daneben begegnet Ihnen die Schreibweise Číčov, etwa in älteren Texten auf dieser Website.

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Quelle zu Name und Schutzstatus: Amtliches Naturschutzregister der AOPK ČR: Čičov. Das Register nennt 7,6512 Hektar, die erste Ausweisung am 23.05.1951 und die jüngste Ausweisung am 26.05.2017.
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